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Schadenersatz & Gewährleistung.

Schadenersatz & Gewährleistung

Obgleich Sie einen Schaden bei einem Verkehrsunfall im Rahmen eines Bauvorhabens, einer Reise oder aufgrund eines inkriminierten Verhaltens (deliktischer Schadenersatz) einer anderen Person erlitten haben, steht Ihnen ein Schadenersatzanspruch bei rechtswidrigem und schuldhaftem Verhalten des Schädigers zu. Dieser Anspruch umfasst neben Schäden an der Sache selbst auch allfällige Folgeschäden. Bei Schadenersatzansprüchen ist eine dreijährige Verjährungsfrist ab Kenntnis von Schaden und Schädiger sowie eine 30-jährige Frist ab Schadenseintritt ohne Kenntnis des Schadens oder des Schädigers zu beachten. Innerhalb dieser Fristen ist ein Anspruch gerichtlich geltend zu machen, andernfalls der Geschädigte seiner Durchsetzungsrechte verlustig geht.

Gemäß § 932 ABGB kann der Übernehmer einer Sache (z.B. Pkw; Liegenschaft; Gebäude) wegen eines Mangels die Verbesserung im Sinne einer Nachbesserung oder Nachtrages des Fehlenden, den Austausch der Sache, eine angemessene Minderung des Entgelts (Preisminderung) oder die Aufhebung des Vertrags (Wandlung) fordern. Dies gilt für Sach- und Rechtsmängel gleichermaßen. Betreffend diese Rechtsbehelfe kann der Übernehmer zunächst nur die Verbesserung oder den Austausch der Sache verlangen, es sei denn, Verbesserung oder der Austausch sind unmöglich oder wären für den Übergeber, verglichen mit der anderen Abhilfe, mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden. Ob dies der Fall ist, richtet sich auch nach dem Wert der mangelfreien Sache, der Schwere des Mangels und den mit der anderen Abhilfe für den Übernehmer verbundenen Unannehmlichkeiten. Der Mangel muss zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden gewesen sein. Gewährleistungsansprüche müssen bei beweglichen Sachen (z.B. Pkw; Elektrogeräte etc.) binnen zwei Jahren, bei unbeweglichen Sachen (Liegenschaften; Gebäude) binnen drei Jahren ab Vertragsabschluss gerichtlich geltend gemacht werden, ansonsten diesen die Verjährung droht. 
 
Das Konsumentenschutzgesetz (KSchG) betrifft sogenannte Verbrauchergeschäfte, bei denen ein Unternehmer und ein Nichtunternehmer Vertragspartner sind. Das Gewährleistungsrecht kann bei diesen Verträgen nicht zum Nachteil des Konsumenten ausgeschlossen werden.
 
Bei augenscheinlichen Mängeln und Schäden - an Liegenschaften sowie an Gebäuden - ist oftmals ein schnelles Vorgehen mittels eines Beweissicherungsantrages geboten, um diese für ein allfälliges Verfahren hinreichend zu dokumentieren.

Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben ist Gewährleistung und Garantie nicht dasselbe. Die Garantie ist eine Haftungsübernahme, die von Händlern, Produzenten oder Importeuren aus freien Stücken eingeräumt wird. Es bedarf dazu einer Garantieerklärung. Gewährleistungsansprüche sind gegen den direkten Vertragspartner (Verkäufer) geltend zu machen, wohingegen ein Garantievertrag zumeist zwischen indirekten Vertragspartnern abgeschlossen (z.B. Importeur, Produzent) wird.